Interview mit dem OVB vom 18.04.2017 zu meiner ersten Buchveröffentlichung

Pflichtbewusstsein ist nicht alles

Bei der Leipziger Buchmesse bekam Miriam Geimer die Möglichkeit, bei „Leipzig liest“ auf der Galopprennbahn Scheibenholz aus ihrem Buch vorzulesen. re

Thomas Mann hat mit dem „Zauberberg“ einen geschrieben, Hermann Hesse mit „Das Glasperlenspiel“ ebenfalls einen. Die Rede ist von einem Entwicklungsroman. Dabei wird der Reifeprozess der Hauptfigur des Romanes beschrieben. Die Waldkraiburgerin Miriam Geimer hat mit ihrem Erstlingswerk „Glück stand nicht zur Debatte“ ebenfalls einen Entwicklungsroman geschrieben und konnte ihn berei

ts auf der Leipziger Buchmesse vorstellen.

Waldkraiburg – Mitte März hat sie zum ersten Mal ihr erstes selbst geschriebenes Buch in der Hand gehabt. „Es war ein unglaubliches Gefühl, fast so, als wenn ich einen Orden bekommen hätte“, so beschreibt Miriam Geimer den Augenblick, als für sie ein Traum in Erfüllung ging. Vor vier Jahren hat sie damit begonnen, ihre Erfahrungen, Gedanken und Gefühle in einem Buch zu verarbeiten.

Bei der Leipziger Buchmesse hatte sie von ihrem Verlag die Möglichkeit bekommen, ihr Buch bei „Leipzig liest“ auf der Galopprennbahn Scheibenholz vorzustellen. „Ich durfte 25 Minuten aus meinem Buch vorlesen und darüber sprechen“, so Miriam Geimer. Sie hat sich sogar eine Sprachtrainerin geleistet, um das Betonen und Vortragen besser zu lernen. Danach gab es auch eine Signierstunde. „Das war schon ein komisches Gefühl, als ich von Lesern angesprochen wurde, ob ich ihnen mein Buch unterschreibe“, erinnert sich die gebürtige Münchnerin, die seit rund 18 Jahren in Waldkraiburg lebt.

Mit dem Schreiben die Berufung gefunden

Die 49-Jährige hat beruflich schon einiges ausprobiert. Sie hat unter anderem in einem Reisebüro gearbeitet, ist nach Kreta ausgewandert und war dort im Tourismus tätig. „Im Winter war ich in Deutschland und habe mit Gelegenheitsjobs den nächsten Kreta-Aufenthalt finanziert“. Das war Anfang der 90er-Jahre. Bei einem Urlaub hatte sie vorher die griechische Insel kennengelernt und sich in Land und Leute verliebt. So ist es nicht verwunderlich, dass auch ihr Roman auf Kreta spielt.

Mit dem Schreiben, ist sie sich sicher, hat sie ihre Berufung gefunden. „Das ist meine Welt und meine Leidenschaft“, versichert sie mit strahlenden Augen. Geschrieben hat sie eigentlich schon immer. Wenn ihr ein Buch nicht gefiel, hatte sie in ihrer Kindheit kurzerhand das Ende umgeschrieben. Wenn eine Buchreihe zu Ende war, hat sie sich einfach weitere Folgen ausgedacht. Zudem hat sie Freunde und Familie mit langen Briefen erfreut.

Vor vier Jahren hatte sie den Entschluss gefasst, ein Buch zu schreiben und dort ihre eigenen Erfahrungen eingearbeitet. „Die Geschichte ist zwar frei erfunden, aber mit ihr möchte ich den Wunsch transportieren, jedes Individuum solle mehr Mut entwickeln, sich über in der Kindheit eingepflanzte Regeln erheben und selbstbewusst zu seinen Eigenheiten stehen.“ Gleichzeitig schwingt aber auch Kritik an der Gesellschaft mit, jedes Talent anzuerkennen und zu fördern und nicht nur auf Schulabschlüsse oder Berufsausbildung zu schauen, sondern auf den Charakter des Menschen.

Arbeit an neuem Roman läuft bereits

Als sie ihr Buch fertig geschrieben hatte, begann die schwierige Suche nach einem Verlag. Hier hat sie mit dem Lauinger Verlag (ehemals Der Kleine Buch Verlag) aus Karlsruhe einen passenden Partner gefunden. Im August 2016 hat das Lektorat begonnen. „Ich habe etwa zwei Monate intensiv mit meiner Lektorin Beatrice Hildebrand gearbeitet und gefeilt, bis wir beide zufrieden waren“, so Miriam Geimer.

Danach gab es eine neue spannende Phase, die Vermarktung ihres 342 Seiten langen Erstlingswerkes. „Der Verlag kümmert sich darum, aber die Autoren sind angehalten, auch selbst aktiv zu werden“. So bemüht sich Miriam Geimer derzeit darum, Lesungen in und um Waldkraiburg zu organisieren, Kontakte aufzubauen und sich zu vernetzen.

Daneben hat sie aber auch bereits die Arbeit an ihrem nächsten Roman begonnen.

 

 

Quelle : Oberbayerisches Volksblatt

Lesung auf der Leipziger Buchmesse – Leipzig liest

Auf der Leipziger Buchmesse / Leipzig liest

Die erste Lesung mit meinem Entwicklungsroman: Glück stand nicht zur Debatte

Schauplatz: Galopprennbahn Scheibenholz in Leipzig

Uhrzeit: 19:30

Puls: Rasend!

Blutdruck: Steigend!

Fazit: Eine wunderbare Erfahrung!